Worldcafe 2009

- "Bausteine für zukunftsfähige Organisationen"
Thomas Waldhubel:

"Unsere Zeit ruft nach Organisationen, die sich von ihrer Instrumentalisierung durch private Interessen emanzipieren. Sie wollen sich auf`s Ganze beziehen, den Reichtum der Gemeinschaft vergrößern und ihren Mitgliedern ermöglichen, einen sinnhaften Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten und gemeinsam zu wachsen.
Nach lernenden, chaordischen, nachhaltigen etc. Organisationen ist der nächste evolutionäre Schritt nicht ein weiteres Konzept, sondern der Einstieg in ein neues Denken von Organisationen, das eine Wiederaneignung von entfremdenden Systemen ermöglicht.
Die Prinzipien der soziokratischen Kreisorganisationsmethode (SKM) markieren einen solchen Unterschied und ermöglichen den Einstieg in eine "andere Welt", jenseits von Fragmentierung, von Kontrolle, von Macht über...
Insbesondere werde ich den Entscheidungsprozess nach Consent mit seiner integrierender Kraft vorstellen."

bausteine

Zur Person: Thomas Waldhubel ist Dipl.-Psychologe und selbständiger Supervisor nach vielen Jahren der arbeits-und organisationspsychologischen Forschung und Lehre, nach Projektarbeit zur Gestaltung von industriellen Arbeitssystemen und zur Qualifizierung. Er begleitet Personen, Gruppen, Teams und Organisationen in Veränderungsprozessen und ist sehr interessiert an der Lösung von Blockaden, an Erweiterung der Wahrnehmung, an Vermehrung von Handlungsoptionen, an Stärkung von Selbstverantwortung, an konstruktiven Konfliktbewältigungen und an Förderung von Kooperationen und Entfaltung von kollektiver Intelligenz/Weisheit."

weitere Informationen zu Soziokratie im Wirtschaftsmagazin brand eins

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- "Fusionen in Kirche und Gemeinde" (Joachim Dettmann,
Geschäftsführer Institut für Religion und Kultur Berlin


"Bei einer Fusion geht es um Chancen und Risiken für Menschen und Organisationen. Vor-und Nachteile müssen abgewogen werden, damit Konzepte entstehen können, die eine hohe Akzeptanz bei allen Beteiligten finden und die dem gerecht werden können, was an Arbeit zu bewältigen und zu leisten ist.Aber auch eine zufriedenstellende Arbeitssituation für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende ist notwendig und wichtig, denn nur dann können Arbeit und Engagement qualitativ gut sein und Freude bereiten.
In der von ihm betreuten Gesprächsrunde nach Art eines World Cafes soll insbesondere die Frage behandelt werden, welche Wirkung Fusionen auf die Arbeit und das Engagement der beteiligten Menschen haben."

fusionen

Zur Person: Joachim Dettmann, geboren 1958 in Düsseldorf. Studium der Chemie an der Universität Düsseldorf (Abschluss: Diplom). Ausbildung in Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit an der Evangelischen Akademie für Publizistik in Hamburg, kaufmännische Weiterbildung in Nonprofit-Management mit den Schwerpunkten Fundraising und Gemeinnützigkeit durch die Universität Witten-Herdecke. Seit 1991 selbstständig tätig, zunächst als Autor und Berater für Natur- und Umweltwissenschaften und seit 2000 als Berater und Trainer für Fundraising & Organisationsentwicklung in Diakonie, Kirche und Gemeinde mit den Schwerpunkten Spendenakquisition, Stiftungsberatung, Change-Management (Fusion, Kooperation, Regionalisierung) und Führungskräftetraining. Außerdem ist er Geschäftsführer im Institut für Kultur und Religion in Berlin (www.inkur-berlin.de) sowie Lehrbeauftragter für Fundraising an der Evangelischen Fachhochschule Berlin. Mitgliedschaft
im Deutschen Fundraising Verband sowie im Deutschen Verband für Coaching und Training. Zahlreiche Vorträge sowie Buchveröffentlichungen. Profil, Services und Referenzen unter www.fundraising-dettmann.de

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- "Unfreezing"
Andreas Knoth, SOCIUS Organisationsberatung gGmbH

"Entwicklungsprozesse haben nach dem Bild von Kurt Lewin drei Phasen:
"Unfreezing (das Anlösen eines stabilen Systemzustands), "Moving" (der Veränderungsschritt) und "Refreezing" (das Stabilisieren des neuen Zustands in nachhaltigen Formen). Der Thementisch geht der Frage nach, wie die erste dieser drei Phasen gestaltet werden kann:

  • Mit welchen Hebeln lassen sich festgefahrene Systeme in Beratungsprozessen "verstören" und aus dem Trott bringen?
  • Wie können die häufig verschmolzenen Subsysteme Struktur, Kultur und Mikropolitik, die sich so oft in Veränderungsprozessen gegenseitig ausbremsen, zeitweise voneinander gelöst werden?
  • Welche Rolle spielen dabei handlungsorientierte und kreative Methoden?"
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- "Der Mensch als Rahmenbedingung: Zwischen Entwertung und Gestaltung-Beratung in Ostdeutschland" Katarina Reichmann, Stefanie Gottwald

20 Jahre Einheit und einheitliche Beratungskonzepte für BeraterInnen in Ost und West. Oder sind sie anders und besonders in Ostdeutschland? Spielen Sozialisations- und Kulturunterschiede in den Beratungsprozessen von Menschen und Organisationen "im Osten" noch eine Rolle? Und wenn ja, welche?
Wir wollen mit Ihnen zu diesen Fragen über Ihre und unsere "Ost"-Beratungserfahrungen ins Gespräch kommen und nach Gemeinsamkeiten, Unterschieden und Möglichkeiten suchen.

zwischen

Zu den Personen:
Stefanie Gottwald, Psychologin, Ostdeutsche, lebt und arbeitet in Berlin,
Katarina Reichmann, freiberufliche Supervisorin (www.viavisionen.de), Psychologin, Westdeutsche, lebt und arbeitet in Berlin und Brandenburg

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