Ost – West – gesamtdeutsch … Oder doch: Ost – West?

30 Jahre ist es her, dass die Mauer zwischen den beiden deutschen Staaten fiel bzw. überwunden wurde. 30 Jahre, in denen die einen einen radikalen Systembruch mit berufsbiografischen Verwerfungen und / oder Neuanfängen erlebten, während sich für die anderen nur allmählich Veränderungen in der Arbeitswelt zeigten – wenn überhaupt. Und für Minderheiten und Migrant*innen sah die Situation oft genug wieder anders aus.

Aber nur selten wird über solche zum Teil schmerzhaften Erfahrungen miteinander gesprochen, zumal im Rahmen von Erwerbsarbeit. Urteile, Vorurteile und Stereotypen bestimmen oft unterschwellig den Umgang miteinander. Prägende Erfahrungen und ihre Deutungen, auch tradierte Erfahrungen sind mit Emotionen verbunden; solche Emotionen werden im Arbeitskontext nur selten besprechbar gemacht und können daher eine destruktive Wirkung entfalten.

Wir möchten dem unterschiedlichen Ost-West-Erleben Raum geben und Wege aufzeigen, solcherart Emotionalität für den beruflichen Kontext zu reflektieren und dadurch fruchtbar zu machen.

Unsere leitenden Fragestellungen hierbei lauten: Wo und wie merke ich das Ost-West-Thema im beruflichen Kontext? Welche Schlussfolgerungen ziehe ich daraus, wie reagiere ich? Welche Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten sind denkbar?

Bestandteil unseres Workshops werden auch ein oder zwei kleinere Übungen zum Thema sein.

Kerstin Engelhardt
SOCIUS Organisationsberatung

Bea Schramm
Diakoniewerk Simeon
Organisationspsychologie / Organisationsentwicklung / Coaching / Reflexion